Bühne · Rednerpult · Probe
Der Teleprompter,
der zuhört.
Er folgt Ihrer Stimme, statt stur zu scrollen. Und wenn Sie hängenbleiben, sagt er Ihnen den nächsten Einsatz ins Ohr.
So sieht das aus
- HENDRIKIst hier noch frei?
- MARTHADer ganze Bahnsteig ist frei.
- HENDRIKDas ist keine Antwort auf meine Frage.
- MARTHAEs ist die ehrlichste, die ich habe.
- HENDRIKSie warten auf den Zug nach Norden.
- MARTHAWoher wollen Sie das wissen?
- HENDRIKWeil nach Süden schon zwei gefahren sind, und Sie sitzen noch hier.
- MARTHAVielleicht warte ich gar nicht. Vielleicht sitze ich nur.
- HENDRIKUm Mitternacht, im Februar, auf einer kalten Bank.
- MARTHAManche Leute denken besser, wenn sie frieren.
Aus der Testszene „Der letzte Zug". Die Leseposition wandert mit dem Gesprochenen — und wenn es stockt, kommt die Vorsage.
AUTO-FOLGEN:
Der Text wartet nicht auf einen Knopf.
Ein gewöhnlicher Teleprompter scrollt in einem Tempo, das jemand vorher eingestellt hat. Wer schneller spricht, läuft dem Text davon; wer eine Pause macht, wird überholt. Am Ende passt sich der Mensch der Maschine an — auf der Bühne genau die falsche Richtung.
Hier hört das Gerät zu. Die Spracherkennung vergleicht, was gesprochen wird, mit dem Text und schiebt die Leseposition mit. Sie können improvisieren, eine Passage wiederholen, eine Kunstpause setzen — der Text bleibt bei Ihnen. Springt die Regie an eine andere Stelle, springt er mit.
Die Erkennung läuft vollständig im Browser auf Ihrem Gerät. Es wird kein Ton an einen Server übertragen und nichts aufgezeichnet. Das ist nicht nur eine Datenschutzfrage: Es bedeutet auch, dass Ihr Teleprompter im Keller ohne Internetverbindung weiterarbeitet.
SOUFFLEUSE:
Der Moment, in dem der Text weg ist.
Jeder kennt ihn. Der Einsatz kommt, der Kopf ist leer, und im Zuschauerraum wird es sehr still. Der Souffleurkasten am Bühnenrand ist an den meisten Häusern längst leer, und wer neben Ihnen steht, hat Ihren Text nicht im Kopf.
Diese Souffleuse hat ihn. Sie sagt Ihnen die ersten Wörter Ihres Einsatzes in den Ohrhörer — leise, ohne Betonung, so wie es hinter der Bühne klingt. Entweder auf Antippen, oder von selbst: dann kommt die Vorsage zwei Zeilen vor Ihrem Einsatz, während noch jemand anders spricht. Bei schnellem Wechseldialog rückt sie automatisch näher heran, damit sie nicht in Ihren eigenen vorigen Satz fällt.
Die Vorsagen werden vorher erzeugt und liegen auf dem Gerät. Im Einsatz geht nichts mehr über das Netz — sie sind sofort da, nicht nach anderthalb Sekunden Ladezeit.
TEXT LERNEN:
Üben ohne Gegenüber.
Text lernen scheitert selten am Willen und fast immer daran, dass niemand da ist, der die anderen Rollen liest. Allein mit dem Buch in der Hand üben Sie das Lesen, nicht das Sprechen — und Sie merken nie, an welcher Stelle es wirklich hakt.
Im Probenmodus gibt das Gerät Ihnen das Stichwort. Sie sprechen Ihre Rolle, der Text läuft mit, und zwei Zeilen vor Ihrem nächsten Einsatz kommt die Vorsage — ohne dass jemand danebensitzen und mitlesen muss. Sie hören dabei sofort, welche Stellen sitzen und welche Sie dreimal wiederholen; das ist eine ehrlichere Rückmeldung als jedes Durchlesen.
Dieselbe Mechanik trägt eine Rede, eine Predigt oder eine Moderation. Der Unterschied ist nur, wie viele Rollen im Text stehen.
REGIE:
Ein Playhead, alle Telefone im Raum.
Auf der Probe führt die Regie. Sie hat den ganzen Text vor sich, setzt die Leseposition, springt zurück, hält an — und jedes Schauspieler-Telefon im Raum folgt dieser Position in Echtzeit. Ein QR-Code genügt zum Beitreten; auf den Geräten läuft keine App aus einem Store.
Wer welche Rolle spricht, entscheidet entweder das Gerät selbst oder die Regie. Vorgesagt wird immer nur die eigene Rolle, und was die Regie in die Runde sagt, geht direkt in die Ohrhörer statt über den Zuruf durch den halben Saal.
Anweisungen aus der Probe werden diktiert statt getippt und hängen danach an genau der Textzeile, zu der sie gehören. Das Regiebuch entsteht damit während der Probe und nicht abends danach aus dem Gedächtnis.
PREISE:
Je Stück, nicht je Monat.
Sie zahlen für die Produktion, an der Sie arbeiten, und für so viele Geräte, wie im Raum stehen. Kein Abonnement, das im Sommer weiterläuft, wenn niemand probt.
- Produktions-Lizenz
- 49 €
- Schauspieler-Platz
- 5 €
- Rede
- 2 €
Der Verkauf ist noch nicht offen — wir sind in der Beta. Die Preise stehen, die Kasse schalten wir frei, wenn der Bezahlvorgang rund läuft.
HÄUFIGE FRAGEN:
Das Übliche, kurz beantwortet.
- Wie folgt der Teleprompter meiner Stimme?
- Eine Spracherkennung im Browser vergleicht laufend das Gesprochene mit dem Text und schiebt die Leseposition mit. Sie stellen kein Tempo ein und drücken keinen Knopf.
- Wird meine Stimme irgendwohin übertragen?
- Nein. Die Erkennung läuft vollständig auf Ihrem Gerät. Es geht kein Ton an einen Server, und es wird nichts aufgezeichnet.
- Brauche ich ein Konto, um es auszuprobieren?
- Nein. Sie suchen eine Szene aus, erlauben das Mikrofon und sprechen los. Ein Konto brauchen Sie erst, wenn Sie einen eigenen Text einlesen und wiederkommen wollen.
- Funktioniert das ohne Internet?
- Die Spracherkennung und die Vorsagen liegen nach dem ersten Laden auf dem Gerät und arbeiten offline weiter. Die gemeinsame Leseposition zwischen Regie und mehreren Telefonen braucht dagegen ein Netz im Raum.
- Muss ich etwas installieren?
- Nein. Alles läuft im Browser — auf dem Rechner der Regie ebenso wie auf den Telefonen der Schauspieler. Es gibt nichts aus einem App Store zu laden.
- Was kostet es?
- Eine Produktions-Lizenz kostet 49 Euro und gilt für ein Stück. Dazu kommt je Schauspieler-Gerät ein Platz für 5 Euro. Das Ausprobieren ist kostenlos und ohne Konto.